Trading-Strategie · Confluence
Confluence-Trading: Wenn mehrere Signale übereinstimmen
Redaktion FindAsset · So arbeiten wir
Confluence-Trading heißt, nur Aktien zu handeln, bei denen mehrere technische Signale gleichzeitig zusammenkommen: intakter Aufwärtstrend, frischer Ausbruch mit Volumen und Nähe zum 52-Wochen-Hoch. FindAsset Confluence ist ein eigenes Regelwerk, das diese Signale zu einem Punktwert bündelt. Es geht auf keinen einzelnen Trader zurück.
Die vier anderen Strategien auf FindAsset bilden öffentlich beschriebene Methoden bekannter Trader nach. Confluence ist anders: Das Regelwerk stammt von uns. Es nimmt die Trend-Kriterien von Minervini als Basis und verlangt zusätzlich einen Ausbruch mit Volumen nahe am Hoch. Bis Oktober 2026 lief es unter dem Namen „Fenders“. Weil es kein öffentliches Regelwerk eines Traders dieses Namens gibt, das wir nachbilden könnten, heißt es jetzt so, wie es ist.
Welche Aktien erfüllen die Kriterien aktuell?
Der FindAsset-Screener prüft die Confluence-Kriterien viermal täglich für 898 US Large & Mid Caps. Aktuell bestätigt die Strategie 113 Aktien (Stand: 26. Oktober 2026).
Die vollständige, täglich aktualisierte Liste aller Setups, die mehrere Champion-Strategien gleichzeitig bestätigen, steht unter aktuelle US-Aktien Breakout-Setups.
Was bedeutet Confluence im Trading?
Confluence (Zusammenfluss) heißt: mehrere Kaufargumente treffen im selben Moment auf dieselbe Aktie. Ein steigender Trend allein ist ein schwaches Signal, hohes Volumen allein auch. Kommen intakter Trend, Ausbruch, anziehendes Volumen und Nähe zum Hoch zusammen, steht eher echtes Kaufinteresse dahinter.
Im FindAsset-Screener taucht das Prinzip zweimal auf. Der Confluence-Score bündelt Trend-, Ausbruchs- und Volumen-Signale einer einzelnen Aktie. Eine Ebene darüber zählt das Confluence-Rating, wie viele der fünf Strategien dieselbe Aktie gleichzeitig bestätigen. ELITE- und STRONG-Picks brauchen zusätzlich intakten Trend, überdurchschnittliches Sektor-Momentum und einen gesunden Gesamtmarkt.
Hilft Multi-Signal-Bestätigung wirklich?
Die Idee klingt einleuchtend: Fehlsignale verschiedener Indikatoren sollten selten gleichzeitig auftreten. In der Praxis sind viele Indikatoren aber nicht unabhängig. Trend, Nähe zum Hoch und relative Stärke messen in weiten Teilen dasselbe, nämlich dass eine Aktie gut gelaufen ist. Mehr Signale bedeuten deshalb nicht automatisch mehr Information.
Unser Backtest zeigt das deutlich: Als mechanische Kaufregel liegt Confluence nach Kosten etwa auf dem Niveau von Zufallskäufen mit ähnlicher Haltedauer. Die Kombination filtert solide Kandidaten heraus, liefert allein aber keinen messbaren Vorsprung. Die Zahlen stehen weiter unten.
Für wen eignet sich der Confluence-Ansatz?
Als Vorfilter für Trader, die wenige, gut begründete Kandidaten suchen und die eigentliche Entscheidung selbst treffen. Mit 2–3 Wochen Haltedauer passt er neben einen Vollzeitjob. Wer eine mechanische Regel sucht, die ohne eigenes Urteil Geld verdient, findet sie hier nicht.
Die Signale im Confluence-Score
- Trend-Template-Basis: anteilig nach erfüllten Minervini-Kriterien (bis 50 Punkte)
- Ausbruch: Schlusskurs über dem 20-Tage-Hoch bei 1,5-fachem Volumen, höchstens 12 % unter dem 52-Wochen-Hoch
- Volumen mindestens 1,5× über dem 20-Tage-Durchschnitt
- Kurs höchstens 5 % unter dem 52-Wochen-Hoch
Wie schneidet die Confluence-Strategie im Backtest ab?
Gerechnet mit den Regeln, die der Screener heute verwendet: fester Stop und festes Kursziel, kein Zeitausstieg, Kosten von 0,2 % je Kauf und Verkauf.
1,36
Profitfaktor nach Kosten
34,4 %
Trefferquote
+2,02 %
Ø je Trade
60,4 Tage
Ø Haltedauer
Zum Vergleich: Ein Zufallskauf aus demselben Universum mit ähnlicher Haltedauer kommt auf einen Profitfaktor von etwa 1,76. Die Confluence-Regeln liegen damit unter dem Zufallsniveau.
Als Depot gegen den S&P 500
Ein Musterdepot mit 100.000 $, 1 % Risiko je Trade und höchstens 8 Positionen, das jedes Signal nach diesen Regeln handelt, solange Platz ist:
| Zeitraum | Confluence | S&P 500 |
|---|---|---|
| Mai 2022 – Sept. 2026 | +42 % | +101 % |
| 2022 – 2024 | +47 % | +52 % |
| 2025 – Sept. 2026 | -1 % | +32 % |
Größter Rückgang des Depots: -25 % (S&P 500: -19 %). Die zehn besten von 176 Trades lieferten mehr als den gesamten Gewinn. Seit 2025 waren es nur 81 Trades, zu wenige für ein belastbares Urteil über diesen Zeitraum.
Lag bis Ende 2024 knapp hinter dem S&P 500, seit 2025 bei null, mit weniger als 100 Trades in diesem Zeitraum. Pro Trade liegt die Regel deutlich unter einem Zufallskauf mit gleich langer Haltedauer, und ohne die zehn besten Trades stünde das Depot im Minus. Die Kombination mehrerer Signale filtert solide Kandidaten, liefert als mechanische Kaufregel aber keinen eigenen Vorsprung.
11.977 simulierte Einzeltrades auf 887 US-Aktien, Mai 2022 bis September 2026, Stops als echte Orders mit Kurslücken. Heutige Aktienliste, Firmen, die aus dem Index gefallen sind, fehlen; das schönt alle Zahlen. Mechanische Annäherung an die Methode, keine Prognose. Methode und Grenzen: Momentum-Strategien im Backtest.
Was wir außerdem getestet haben
Jede Änderung legen wir vor dem Test schriftlich fest und prüfen sie auf zwei getrennten Zeiträumen. Live geht sie nur, wenn sie in beiden hilft. Die meisten Ideen scheitern daran.
Nachgezogener Stop (Trailing) statt festem Stop
verworfenUnter realistischer Ausführung schlechter.
Häufige Fragen zum Confluence-Ansatz
Was ist Confluence-Trading?+
Ein Ansatz, der nur handelt, wenn mehrere unabhängige technische Signale gleichzeitig übereinstimmen, bei FindAsset Trend, Ausbruch, Volumen und Nähe zum Hoch. Die Idee: Fehlsignale einzelner Indikatoren sollen sich so herausfiltern.
Warum hieß die Strategie früher „Fenders“?+
Das Regelwerk war ursprünglich von der deutschsprachigen Momentum-Community inspiriert und trug deshalb diesen Namen. Ein öffentlich dokumentiertes Regelwerk eines Traders namens Fenders, das wir hätten nachbilden können, gibt es aber nicht. Die Regeln sind unsere eigenen, deshalb heißt die Strategie seit Oktober 2026 FindAsset Confluence.
Was bedeuten ELITE und STRONG bei FindAsset?+
Das sind Confluence-Stufen: Sie zeigen, wie viele der fünf Champion-Strategien eine Aktie gleichzeitig bestätigen. ELITE (5/5) und STRONG (4/5) verlangen zusätzlich einen intakten Trend, überdurchschnittliches Sektor-Momentum und einen gesunden Gesamtmarkt (S&P 500 über seinem 200-Tage-Schnitt) — sonst fällt der Pick auf GOOD zurück. ELITE ist die höchste Stufe und entsprechend selten.
Bedeutet weniger Signale nicht auch weniger Gewinnchancen?+
Weniger Trades bedeuten nicht automatisch bessere. Im Backtest gewinnt rund jeder zweite Confluence-Trade, Gewinner und Verlierer sind aber ähnlich groß, und nach Kosten bleibt kaum mehr als bei Zufallskäufen. Der Nutzen liegt in der Vorauswahl, nicht in einer fertigen Kaufregel.
Kann ich den Confluence-Ansatz mit anderen Strategien kombinieren?+
Er ist selbst die Kombination: Der Confluence-Score bündelt Trend-, Breakout- und Volumen-Signale, und das Confluence-Rating vergleicht zusätzlich alle fünf Strategien. Viele Nutzer verwenden ELITE/STRONG-Picks als Vorfilter und wählen daraus nach ihrer bevorzugten Einzelstrategie.
Wo sehe ich, welche Aktien aktuell mehrfach bestätigt sind?+
Die Champion Picks bei FindAsset zeigen genau diese Aktien — sortiert nach Confluence-Stufe (ELITE/STRONG/GOOD), viermal täglich neu berechnet aus über 900 US Large & Mid Caps.
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Confluence-Setups automatisch finden
FindAsset scannt über 900 US-Aktien viermal täglich nach dem Confluence-Regelwerk und vier weiteren Strategien — inklusive Confluence-Rating, das zeigt, welche Setups von mehreren Strategien gleichzeitig bestätigt werden.
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Diese Seite dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die beschriebene Strategie ist ein eigenes Regelwerk von FindAsset. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung.