FindAsset Tools · kostenlos, ohne Anmeldung

CAGR- & Zinseszins-Rechner

Welche Jahresrendite steckt wirklich in deiner Wertentwicklung — und was wird aus deinem Kapital bei einer gegebenen Rendite? Beide Richtungen, mit Jahresverlauf.

CAGR (Rendite p.a.)

7,18 %

Gesamtzuwachs

100,0 %

10.000,00 €20.000,00 € in 10 Jahren

JahrKapitalZuwachs
110.717,73 €7,2 %
211.486,98 €14,9 %
312.311,44 €23,1 %
413.195,08 €32,0 %
514.142,14 €41,4 %
615.157,17 €51,6 %
716.245,05 €62,5 %
817.411,01 €74,1 %
918.660,66 €86,6 %
1020.000,00 €100,0 %

Was berechnet dieser Rechner?

Zwei Seiten derselben Formel. Im CAGR-Modus rechnest du rückwärts: Aus Startwert, Endwert und Anlagedauer ergibt sich die durchschnittliche Jahresrendite — die Compound Annual Growth Rate. Im Endkapital-Modus rechnest du vorwärts: Aus Startkapital, angenommener Rendite pro Jahr und Laufzeit entsteht das Endkapital, Jahr für Jahr in der Verlaufstabelle nachvollziehbar. Beiden gemeinsam ist der Zinseszinseffekt: Jedes Jahr verzinst sich auch der Gewinn der Vorjahre mit.

Warum ist die CAGR die ehrlichere Renditezahl?

Weil Gesamtzuwächse täuschen. „+100 % in zehn Jahren" klingt nach 10 % pro Jahr — tatsächlich sind es 7,18 %. Je länger der Zeitraum, desto größer die Lücke zwischen gefühlter und echter Jahresrendite. Die CAGR macht Zeiträume und Strategien vergleichbar: Ein Depot mit +60 % in vier Jahren (CAGR 12,5 %) hat besser performt als eines mit +100 % in zehn (CAGR 7,2 %), obwohl die zweite Zahl größer aussieht.

Für Trader hat die Zahl noch einen zweiten Nutzen: Sie erdet Erwartungen. Die besten dokumentierten Momentum-Trader — etwa die US Investing Champions — haben in einzelnen Wettbewerbsjahren dreistellige Renditen erzielt, über lange Zeiträume gelten aber schon 15 bis 20 % CAGR als Weltklasse. Wer seine eigene Depotentwicklung als CAGR ausrechnet, sieht schnell, wo er wirklich steht.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Depot startet mit 10.000 € und steht nach zehn Jahren bei 20.000 €. Die CAGR: (20.000 / 10.000) hoch (1/10) minus 1 = 7,18 % pro Jahr. Die Verlaufstabelle zeigt, wie unspektakulär Verdopplung aussieht: nach einem Jahr 10.718 €, nach fünf Jahren erst 14.142 € — weniger als die Hälfte des Gesamtzuwachses. Die zweite Hälfte des Weges schafft das Depot in denselben fünf Jahren, weil der Zinseszins inzwischen auf größerem Kapital arbeitet. Genau dieser Effekt macht lange Anlagezeiträume so wertvoll und häufige Vollentnahmen so teuer.

Wie du das Ergebnis interpretierst

Vergleiche deine CAGR mit einer passiven Alternative: Ein breiter Index-ETF liefert historisch grob 7 bis 10 % pro Jahr, ohne Zeitaufwand. Eine aktive Strategie muss darüber liegen, sonst bezahlt sie sich nicht — und zwar über mehrere Jahre, nicht in einem guten Halbjahr. Umgekehrt gilt im Endkapital-Modus: Kleine Renditeunterschiede werden über die Zeit gewaltig. 10.000 € wachsen bei 7 % in 30 Jahren auf rund 76.000 €, bei 10 % auf über 174.000 €. Drei Prozentpunkte pro Jahr — mehr als das Doppelte am Ende.

Rendite entsteht aus guten Setups

Die CAGR misst das Ergebnis — die Trades davor findet der FindAsset-Screener: über 900 US-Aktien, viermal täglich gegen 5 Champion-Strategien gescannt. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.

Häufige Fragen zur CAGR

Was ist die CAGR?+

Die Compound Annual Growth Rate — die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts. Sie beantwortet die Frage: Mit welcher konstanten Jahresrendite wäre mein Startkapital auf den Endwert gewachsen? Formel: (Endwert / Startwert) hoch (1 / Jahre) minus 1.

Warum kann ich Renditen nicht einfach durch die Jahre teilen?+

Weil Rendite auf Rendite wächst. Ein Depot, das sich in 10 Jahren verdoppelt, hat 100 % Gesamtzuwachs — aber keine 10 % pro Jahr, sondern nur 7,18 %. Der einfache Durchschnitt ignoriert, dass jedes Jahr auf dem bereits gewachsenen Kapital aufbaut, und überschätzt die Jahresrendite systematisch.

Was ist eine realistische CAGR für ein Aktiendepot?+

Breite Aktienindizes wie der S&P 500 haben historisch grob 7 bis 10 % pro Jahr gebracht — vor Inflation, über Jahrzehnte und mit heftigen Schwankungen dazwischen. Wer in Prognosen dauerhaft 15 oder 20 % ansetzt, rechnet mit einer Ausnahmeleistung, nicht mit dem Normalfall.

Berücksichtigt der Rechner Steuern und Inflation?+

Nein, bewusst nicht — er rechnet die reine Wertentwicklung. Für die Steuer auf realisierte Gewinne gibt es den Abgeltungssteuer-Rechner. Die Inflation lässt sich näherungsweise abziehen: Bei 7 % CAGR und 2 % Inflation bleiben real etwa 5 % Kaufkraftzuwachs pro Jahr.

Funktioniert die CAGR auch für einzelne Trades oder kurze Zeiträume?+

Rechnerisch ja, sinnvoll selten. Bei Zeiträumen unter einem Jahr rechnet die Formel den Gewinn auf ein volles Jahr hoch — aus +10 % in drei Monaten werden annualisiert über 46 %, was die Wiederholbarkeit maßlos unterstellt. Für kurze Zeiträume ist der einfache prozentuale Gewinn die ehrlichere Zahl.

Was sagt die CAGR nicht?+

Nichts über den Weg dorthin. Zwei Depots mit identischer CAGR können völlig verschieden verlaufen sein — eines ruhig, eines mit 40 % Drawdown zwischendurch. Wer Strategien vergleicht, sollte neben der CAGR immer den maximalen Drawdown ansehen; dafür gibt es den Drawdown-Rechner.

Weiterlesen

Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr; Renditeannahmen sind keine Prognosen. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.