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Positionsgrößen-Rechner
Wie viele Aktien darfst du kaufen, ohne dein Risikolimit zu sprengen? Kontogröße, Risiko pro Trade, Entry und Stop-Loss eingeben — Stückzahl, Positionswert und Risiko in Euro erscheinen sofort.
Stückzahl
100
Positionswert
5.000,00 €
20 % des Kontos
Risiko (effektiv)
250,00 €
Budget: 250,00 € · 2,50 €/Aktie
Was berechnet dieser Rechner?
Die Positionsgröße nach der 1R-Regel — dem Standard-Risikomodell im Swing- und Momentum-Trading. Die Logik in einem Satz: Du legst fest, wie viel Geld ein einzelner Trade maximal kosten darf, und leitest daraus die Stückzahl ab. Nicht umgekehrt. Die Formel dahinter ist Grundrechnen: Dein Risikobudget ist die Kontogröße mal dem Risikoprozentsatz. Pro Aktie riskierst du die Differenz zwischen Entry und Stop-Loss. Die Stückzahl ist das Budget geteilt durch dieses Risiko pro Aktie, abgerundet auf ganze Stück.
Warum ist die Positionsgröße so wichtig?
Weil sie der einzige Teil eines Trades ist, den du vollständig kontrollierst. Ob eine Aktie nach dem Kauf steigt, entscheidet der Markt. Wie weh ein Fehltrade tut, entscheidest du — vorher, mit dieser Rechnung. Erfolgreiche Momentum-Trader wie Mark Minervini haben ihre Trefferquote öffentlich dokumentiert: oft unter 50 %. Dass am Ende trotzdem außergewöhnliche Renditen stehen, liegt an der Asymmetrie — viele kleine, gleich große Verluste stehen wenigen großen Gewinnern gegenüber. Diese Asymmetrie funktioniert nur, wenn „klein" bei jedem Trade dasselbe bedeutet. Genau das erzwingt die Positionsgrößen-Formel.
Der häufigste Fehler ist der umgekehrte Weg: einen festen Betrag investieren, etwa „immer 5.000 €", und den Stop danach setzen. Dann riskiert ein Trade mit weitem Stop ein Vielfaches von einem mit engem Stop — die Verlustkontrolle existiert nur auf dem Papier.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Konto 25.000 €, Risiko 1 % pro Trade, also 250 € Budget. Eine Aktie steht bei 50,00 €, der Stop-Loss gehört unter die letzte Konsolidierung bei 47,50 €. Risiko pro Aktie: 2,50 €. Das Budget von 250 € geteilt durch 2,50 € ergibt 100 Stück — ein Positionswert von 5.000 €, also 20 % des Kontos. Wird der Stop ausgelöst, verlierst du 250 €: exakt das eine Prozent, das du vorher festgelegt hast. Läuft die Aktie dagegen auf 58,75 € (das 3,5-fache des Stop-Abstands), stehen 875 € Gewinn dagegen — ein 3,5R-Trade.
Wie du das Ergebnis interpretierst
Die Stückzahl ist eine Obergrenze, kein Befehl. Liegt der Positionswert über 20–25 % deines Kontos, konzentrierst du viel Kapital in einem Titel — bei Kurslücken über Nacht greift der Stop nicht zum Wunschkurs, und die Position sollte eher kleiner ausfallen als die Formel erlaubt. Zeigt der Rechner 0 Stück, ist der Stop-Abstand zu groß für dein Budget: Das Setup ist für deine Kontogröße schlicht zu weit gefasst, nicht „fast handelbar". Und ein Positionswert über der Kontogröße heißt ohne Hebel nur eines — weniger Stück kaufen und das ungenutzte Risikobudget als Sicherheitsmarge stehen lassen.
Diese Rechnung macht FindAsset automatisch
Im Screener bekommen Mitglieder Entry, Stop-Loss und Positionsgröße direkt am Setup ausgerechnet — nach derselben 1R-Logik wie hier. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.
Häufige Fragen zur Positionsgröße
Wie viel Prozent Risiko pro Trade sind sinnvoll?+
Bewährt sind 0,5 bis 1 % des Kontos pro Trade, erfahrene Trader gehen selten über 2 %. Der Grund ist die Verlustserie: Bei 1 % Risiko kosten zehn Fehltrades in Folge rund 10 % des Kontos — unangenehm, aber verkraftbar. Bei 5 % pro Trade wären es über 40 %, und solche Serien kommen in jeder Strategie vor.
Was ist die 1R-Regel im Trading?+
R steht für das Risiko eines Trades in Geld: Kontogröße mal Risikoprozentsatz. Die Positionsgröße wird so gewählt, dass ein Ausstopp am Stop-Loss genau 1R kostet. Gewinne lassen sich dann in R messen — ein Trade, der das Dreifache des Risikos bringt, ist ein 3R-Gewinner, unabhängig von der Kontogröße.
Warum rechnet man die Positionsgröße vom Stop-Loss aus?+
Weil der Stop-Abstand bestimmt, wie viel du pro Aktie verlieren kannst. Ein enger Stop erlaubt eine große Position, ein weiter Stop erzwingt eine kleine — bei identischem Risiko in Euro. Wer stattdessen einen festen Geldbetrag investiert, riskiert bei jedem Trade einen anderen, unkontrollierten Betrag.
Was mache ich, wenn der Positionswert größer als mein Konto ist?+
Das passiert bei sehr engen Stops: Das Risikobudget erlaubt rechnerisch mehr Aktien, als das Konto bezahlen kann. Ohne Hebel kaufst du dann einfach so viele Stück, wie das Konto hergibt — dein tatsächliches Risiko liegt damit unter dem Budget, was unkritisch ist. Ein Hebel, nur um das Risikobudget auszuschöpfen, ist für die meisten Trader die falsche Antwort.
Gilt die Rechnung auch für US-Aktien in Dollar?+
Ja, die Formel ist währungsunabhängig — wichtig ist nur, dass Kontogröße, Entry und Stop in derselben Währung stehen. Wer ein Euro-Konto hat und US-Aktien handelt, rechnet am einfachsten mit dem Dollar-Gegenwert des Kontos oder rechnet die Kurse grob in Euro um; auf die Stückzahl wirkt sich der Wechselkurs nur minimal aus.
Muss ich die Positionsgröße vor jedem Trade neu berechnen?+
Ja. Kontogröße und Stop-Abstand ändern sich von Trade zu Trade, also ändert sich auch die Stückzahl. Genau deshalb gehört die Rechnung in die Routine vor jeder Order — oder in ein Tool, das sie automatisch am Setup mitliefert.
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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.