Trading-Strategie · Dan Zanger
Dan Zanger: Der Trader hinter dem 18-Millionen-Rekord
Redaktion FindAsset · So arbeiten wir
Dan Zanger ist ein US-Trader, der Ende der 1990er in rund 18 Monaten aus etwa 11.000 US-Dollar über 18 Millionen machte — einer der bekanntesten dokumentierten Kontostand-Rekorde der Börsengeschichte. Er kauft Aktien beim Ausbruch aus charttechnischen Formationen, vor allem Cup-with-Handle, und verlangt zwingend überdurchschnittliches Volumen als Bestätigung. Der Stop sitzt eng unter dem Ausbruchsniveau.
Dan Zanger war Poolbauer in Los Angeles, bevor er Ende der 1990er mit Chart-Breakouts einen der bekanntesten Kontostand-Rekorde der Trading-Geschichte aufstellte. Seine Methode ist radikal einfach zu beschreiben und schwer zu meistern: die richtigen Formationen erkennen, den Ausbruch abwarten, und nur handeln, wenn das Volumen den Ausbruch bestätigt.
Welche Aktien erfüllen die Kriterien aktuell?
Der FindAsset-Screener prüft die Dan Zanger-Kriterien viermal täglich für 898 US Large & Mid Caps. Aktuell bestätigt die Strategie 80 Aktien (Stand: 26. Oktober 2026).
Die vollständige, täglich aktualisierte Liste aller Setups, die mehrere Champion-Strategien gleichzeitig bestätigen, steht unter aktuelle US-Aktien Breakout-Setups.
Wer ist Dan Zanger?
Dan Zanger baute in Kalifornien Swimmingpools, bevor er Ende der 1990er zum bekanntesten Chart-Trader seiner Generation wurde. Innerhalb von rund 18 Monaten machte er aus einem Startkapital von etwa 11.000 US-Dollar über 18 Millionen — belegt durch Kontoauszüge, die er später öffentlich machte. Erreicht hat er das nicht mit Insiderwissen oder Fundamentalanalyse, sondern mit einer einzigen wiederholt angewendeten Idee: Aktien kaufen, die aus einer sauberen Konsolidierung ausbrechen, und zwar nur dann, wenn das Handelsvolumen den Ausbruch bestätigt.
Zanger fiel die Phase des Dotcom-Booms zu, in der solche Ausbrüche außergewöhnlich häufig und außergewöhnlich schnell liefen — ein Marktumfeld, das sich so nicht beliebig wiederholt. Was seine Methode über diese Phase hinaus interessant macht, ist nicht die Rendite, sondern die Strenge: Er kauft ausschließlich bestätigte Ausbrüche und trennt sich sofort von Positionen, die zurück in die Basis fallen. Heute veröffentlicht er seine Chartanalysen in einem eigenen Börsenbrief.
Wie funktioniert die Cup-with-Handle-Formation?
Eine Cup-with-Handle-Basis entsteht, wenn eine starke Aktie korrigiert, über Wochen einen runden Boden ausbildet („Cup") und kurz vor dem alten Hoch noch einmal leicht zurücksetzt („Handle"). Dieser Griff schüttelt die letzten ungeduldigen Verkäufer ab. Der Kaufpunkt ist der Ausbruch über das Hoch des Handles.
Zangers entscheidende Ergänzung ist das Volumen: Ein echter Ausbruch zieht sofort Kaufinteresse an — das Handelsvolumen sollte beim Breakout deutlich über dem Durchschnitt liegen (im FindAsset-Scoring mindestens das 1,5-Fache). Ein Ausbruch bei dünnem Volumen ist statistisch häufig ein Fehlsignal.
Was unterscheidet Zanger von anderen Breakout-Tradern?
Tempo und Konsequenz. Zanger handelt die stärksten Aktien des Marktes in ihren stärksten Phasen, hält Positionen oft nur Tage und akzeptiert keinerlei Toleranz beim Stop: Fällt der Kurs zurück unter das Ausbruchsniveau, wird sofort verkauft. Diese Asymmetrie — winzige Verluste, gelegentlich explosive Gewinner — trug seinen Rekord.
Für wen eignet sich die Zanger-Strategie?
Für aktive Swing-Trader mit kurzem Horizont (Tage bis etwa eine Woche), die den Markt während der US-Handelszeiten verfolgen können und diszipliniert genug sind, Stops ohne Zögern umzusetzen. Sie ist die schnellste und aggressivste der fünf FindAsset-Strategien.
Die Kriterien im FindAsset-Scoring
- Cup-Basis: Korrektur von 15 % bis 60 % in den letzten rund 60 Handelstagen (Pflicht)
- Enger Handle: Schwankungsbreite der letzten 15 Tage höchstens 20 %
- Schlusskurs am oder über dem Hoch des Handles
- Volumen beim Ausbruch mindestens 1,5× über dem 20-Tage-Durchschnitt
- Kurs über dem SMA200 und steigender SMA50
- Kurs höchstens 15 % unter dem 52-Wochen-Hoch
Grenzen der Umsetzung: Die Punkte sind gewichtet, ein Signal braucht 60 von 100. Nicht geprüft wird, ob der Cup wirklich rund verläuft und ob der Handle im oberen Teil der Basis liegt. Die Erkennung arbeitet mit Kursspannen, nicht mit einer Formerkennung.
Wie schneidet die Dan Zanger-Strategie im Backtest ab?
Gerechnet mit den Regeln, die der Screener heute verwendet: fester Stop und festes Kursziel, kein Zeitausstieg, Kosten von 0,2 % je Kauf und Verkauf.
1,62
Profitfaktor nach Kosten
38,4 %
Trefferquote
+3,19 %
Ø je Trade
34,1 Tage
Ø Haltedauer
Zum Vergleich: Ein Zufallskauf aus demselben Universum mit ähnlicher Haltedauer kommt auf einen Profitfaktor von etwa 1,47. Die Dan Zanger-Regeln liegen damit deutlich über dem Zufallsniveau.
Als Depot gegen den S&P 500
Ein Musterdepot mit 100.000 $, 1 % Risiko je Trade und höchstens 8 Positionen, das jedes Signal nach diesen Regeln handelt, solange Platz ist:
| Zeitraum | Dan Zanger | S&P 500 |
|---|---|---|
| Mai 2022 – Sept. 2026 | +98 % | +101 % |
| 2022 – 2024 | +59 % | +52 % |
| 2025 – Sept. 2026 | +38 % | +32 % |
Größter Rückgang des Depots: -26 % (S&P 500: -19 %). Die zehn besten von 242 Trades lieferten 61 % des Gewinns.
Die einzige der fünf Strategien, die in beiden Zeiträumen vor dem S&P 500 liegt und auch pro Trade klar über einem Zufallskauf gleicher Haltedauer. Der Auslöser ist ein konkretes Ereignis: ein Ausbruch mit stark erhöhtem Volumen. Der Vorsprung ist aber knapp, nur gut ein Drittel der Trades gewinnt, und die zehn besten von 242 Depot-Trades bringen rund 60 % des Gewinns.
1.564 simulierte Einzeltrades auf 887 US-Aktien, Mai 2022 bis September 2026, Stops als echte Orders mit Kurslücken. Heutige Aktienliste, Firmen, die aus dem Index gefallen sind, fehlen; das schönt alle Zahlen. Mechanische Annäherung an die Methode, keine Prognose. Methode und Grenzen: Momentum-Strategien im Backtest.
Was wir außerdem getestet haben
Jede Änderung legen wir vor dem Test schriftlich fest und prüfen sie auf zwei getrennten Zeiträumen. Live geht sie nur, wenn sie in beiden hilft. Die meisten Ideen scheitern daran.
Ausstieg bei gescheitertem Ausbruch: Schluss in den ersten fünf Tagen zurück unter dem Handle-Hoch
verworfenIm Depot +59 % statt +98 %, in beiden Zeiträumen schlechter. Offenbar fallen viele Ausbrüche kurz zurück und laufen danach trotzdem.
Einstieg nur mit RS-Rang ab 80
verworfenEin Zeitraum besser, einer schlechter. Kein stabiler Vorteil.
Nachgezogener Stop (Trailing) statt festem Stop
verworfenUnter realistischer Ausführung schlechter.
Häufige Fragen zur Strategie von Dan Zanger
Wer ist Dan Zanger?+
Ein US-Trader und früherer Poolbauer aus Kalifornien, der Ende der 1990er in rund 18 Monaten aus etwa 11.000 US-Dollar über 18 Millionen machte — dokumentiert durch Kontoauszüge. Er handelt Chart-Formationen mit strikter Volumen-Bestätigung und veröffentlicht seine Analysen bis heute in einem eigenen Börsenbrief.
Wie viel Geld hat Dan Zanger verdient?+
Aus einem Startkapital von rund 11.000 US-Dollar wurden in etwa 18 Monaten über 18 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer Vervielfachung um mehr als das Tausendfache und gilt als einer der höchsten dokumentierten prozentualen Depotzuwächse überhaupt. Wichtig zur Einordnung: Diese Serie fiel in die Endphase des Dotcom-Booms — ein Marktumfeld mit außergewöhnlich vielen und außergewöhnlich schnellen Ausbrüchen.
Ist Dan Zangers Rekord echt?+
Zanger hat seine Kontoauszüge aus der Rekordphase öffentlich gemacht, weshalb der Zuwachs als belegt gilt und in der Fachpresse aufgegriffen wurde. Von einem geprüften Wettbewerbsergebnis wie bei der US Investing Championship unterscheidet er sich trotzdem: Es handelt sich um selbst veröffentlichte Nachweise eines einzelnen Zeitraums, nicht um eine über Jahre extern verifizierte Bilanz.
Funktioniert die Zanger-Strategie heute noch?+
Das Prinzip — Ausbruch aus einer Konsolidierung mit deutlich erhöhtem Volumen — ist zeitlos und steckt in vielen modernen Momentum-Ansätzen. Die Trefferquote hängt aber stark vom Marktumfeld ab: In trendstarken Phasen liefern Breakouts überdurchschnittlich, in seitwärts laufenden oder fallenden Märkten häufen sich Fehlausbrüche. Renditen in der Größenordnung der Rekordphase sind entsprechend nicht die Erwartung, sondern ein Ausreißer.
Was ist ein Cup-with-Handle?+
Eine Chart-Formation: Nach einer Korrektur bildet die Aktie über Wochen einen runden Boden (Cup) und setzt kurz vor dem alten Hoch noch einmal leicht zurück (Handle). Der Ausbruch über das Handle-Hoch gilt als Kaufsignal — besonders mit hohem Volumen.
Warum ist Volumen beim Breakout so wichtig?+
Volumen zeigt, ob institutionelles Kapital den Ausbruch trägt. Ein Breakout mit mindestens 150 % des durchschnittlichen Volumens hat historisch deutlich bessere Erfolgsquoten als einer bei dünnem Handel, der oft sofort wieder abverkauft wird.
Wie eng setzt Zanger seine Stops?+
Direkt unter das Ausbruchsniveau. Fällt der Kurs zurück in die Basis, ist das Setup gescheitert und die Position wird sofort geschlossen — typischerweise ein Verlust von wenigen Prozent.
Wie lange hält man Positionen bei der Zanger-Strategie?+
Kurz — meist wenige Tage bis etwa eine Woche. Zanger nimmt Gewinne in die Stärke hinein mit und lässt nur die stärksten Ausbrüche länger laufen.
Handelt Dan Zanger nur Cup-with-Handle-Formationen?+
Nein. Cup-with-Handle ist sein bekanntestes Muster, aber er handelt eine ganze Reihe von Fortsetzungsformationen — Flaggen, Wimpel, aufsteigende Dreiecke und Kanalausbrüche. Gemeinsam ist allen die Bedingung: Ausbruch aus einer Konsolidierung mit deutlich erhöhtem Volumen.
Warum scheitern Breakouts trotz Zanger-Setup?+
Auch ein sauberes Setup wird zum Fehlausbruch, wenn das Volumen den Ausbruch nicht trägt oder der Gesamtmarkt schwach ist. Genau deshalb ist Volumen bei Zanger nicht verhandelbar. Mehr dazu im Artikel über Breakout-Fehlsignale.
Wie finde ich Cup-with-Handle-Aktien ohne stundenlanges Chart-Screening?+
Der FindAsset-Screener erkennt Cup-with-Handle-Strukturen inklusive Volumen-Bestätigung automatisch und bewertet über 900 US-Aktien viermal täglich. Die Zanger-Spalte zeigt die Bewertung als Note A–D.
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Dan Zanger-Setups automatisch finden
FindAsset scannt über 900 US-Aktien viermal täglich nach den Kriterien von Dan Zanger und vier weiteren Strategien — inklusive Confluence-Rating, das zeigt, welche Setups von mehreren Strategien gleichzeitig bestätigt werden.
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Diese Seite dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die beschriebene Strategie basiert auf öffentlich zugänglichen Methoden und ist nicht mit Dan Zanger assoziiert. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung.