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CRV-Rechner

Lohnt sich der Trade überhaupt? Entry, Stop-Loss und Kursziel eingeben — das Chance-Risiko-Verhältnis und die Trefferquote, die du zum Break-even brauchst, erscheinen sofort.

CRV

1 : 3,5

Break-even-Trefferquote

22,2 %

So oft musst du mindestens richtig liegen

Risiko / Chance je Aktie

2,50 / 8,75

Abstand zu Stop / Ziel

Was berechnet dieser Rechner?

Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV, englisch Risk-Reward-Ratio) eines geplanten Trades — und die daraus folgende Break-even-Trefferquote. Die Rechnung ist simpel: Vom Entry bis zum Stop-Loss ist dein Risiko, vom Entry bis zum Kursziel deine Chance. Das Verhältnis der beiden Strecken ist das CRV. Ein Trade mit 2,50 € Risiko und 8,75 € Chance hat ein CRV von 1:3,5 — jeder riskierte Euro kann dreieinhalb Euro einbringen.

Warum ist das CRV so wichtig?

Weil es die Frage beantwortet, die vor jeder Order stehen sollte: Wie oft darf ich falsch liegen? Die Break-even-Trefferquote macht das konkret. Bei CRV 1:1 musst du in der Hälfte der Fälle richtig liegen. Bei 1:3,5 reichen 22 % — vier von fünf Trades dürfen am Stop enden, und die Rechnung geht trotzdem auf. Genau davon leben Momentum-Strategien: Die dokumentierten Trefferquoten von Tradern wie Mark Minervini oder Kristjan Qullamaggie liegen oft unter 50 % — profitabel werden sie durch die Asymmetrie zwischen kleinen Verlusten und großen Gewinnern.

Umgekehrt entlarvt das CRV schlechte Trades vor dem Einstieg. Ein Setup, bei dem du 5 € riskierst, um 3 € zu gewinnen, braucht über 60 % Trefferquote — dauerhaft schafft das kaum jemand. Solche Trades fühlen sich oft „sicher" an. Die Rechnung zeigt, dass sie es nicht sind.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Eine Aktie bricht bei 50,00 € aus einer Konsolidierung aus. Der Stop gehört unter die Struktur, bei 47,50 € — Risiko also 2,50 € pro Aktie. Das Ziel liegt am 3,5-fachen des Stop-Abstands: 58,75 €, eine Chance von 8,75 €. Das CRV beträgt 1:3,5, die Break-even-Trefferquote 22,2 %. Angenommen, du handelst dieses Muster zehnmal mit 250 € Risiko pro Trade und triffst nur viermal: Sechs Verlierer kosten 1.500 €, vier Gewinner bringen 3.500 € — unterm Strich +2.000 €, obwohl du öfter falsch als richtig lagst.

Wie du das Ergebnis interpretierst

Ein CRV unter 1:2 heißt selten „Finger weg", aber immer „genauer hinschauen": Entweder ist der Stop zu weit oder das Ziel zu nah — oder das Setup taugt nichts. Werte über 1:5 verdienen denselben Skeptizismus in die andere Richtung, denn sie entstehen fast immer durch unrealistische Kursziele. Und das CRV gehört mit der Positionsgröße zusammen: Erst wenn feststeht, wie viele Aktien du bei deinem Risiko kaufen darfst, wird aus dem Verhältnis ein konkreter Euro-Betrag — der Positionsgrößen-Rechner übernimmt diesen zweiten Schritt.

Diese Rechnung macht FindAsset automatisch

Im Screener bekommen Mitglieder Entry, Stop, Kursziel und CRV direkt am Setup ausgerechnet. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.

Häufige Fragen zum CRV

Was ist ein gutes CRV im Trading?+

Als Faustregel gilt: mindestens 1:2, besser 1:3. Bei einem CRV von 1:2 reicht eine Trefferquote von 34 %, um profitabel zu sein, bei 1:3 sogar 25 %. Wichtiger als ein hoher Einzelwert ist Realismus — ein rechnerisches 1:10 nützt nichts, wenn das Kursziel nie erreicht wird.

Wie berechnet man das CRV?+

Chance geteilt durch Risiko: Die Differenz zwischen Kursziel und Entry (Chance) wird durch die Differenz zwischen Entry und Stop-Loss (Risiko) geteilt. Beispiel: Entry 50 €, Stop 47,50 €, Ziel 58,75 € — Risiko 2,50 €, Chance 8,75 €, CRV = 8,75 / 2,50 = 1:3,5.

Was bedeutet die Break-even-Trefferquote?+

Der Anteil an Gewinn-Trades, ab dem die Strategie kein Geld mehr verliert. Sie ergibt sich direkt aus dem CRV: 1 geteilt durch (1 + CRV). Bei CRV 1:3 liegt sie bei 25 % — drei von vier Trades dürfen scheitern, solange die Gewinner ihr Ziel erreichen.

Reicht ein hohes CRV allein für profitables Trading?+

Nein. Das CRV ist eine Planungsgröße, keine Garantie: Es unterstellt, dass Stop und Ziel realistisch gesetzt sind. Wer das Ziel utopisch weit legt, bekommt ein schönes CRV auf dem Papier und Trades, die vorher am nachgezogenen Stop enden. CRV, Trefferquote und saubere Setup-Auswahl gehören zusammen.

Wo setze ich Stop und Kursziel sinnvoll?+

Der Stop gehört an eine technische Marke, an der das Setup objektiv gescheitert ist — unter die letzte Konsolidierung oder unter eine gleitende Linie, nicht an einen runden Wunschabstand. Für das Ziel nutzen viele Momentum-Trader ein Vielfaches des Stop-Abstands (etwa das 2- bis 3,5-fache) oder die nächste markante Widerstandszone.

Ist CRV dasselbe wie Risk-Reward-Ratio?+

Ja — CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) ist der deutsche Begriff für die Risk-Reward-Ratio (RRR). Die Schreibweise 1:3 bedeutet: Ein Euro Risiko steht drei Euro möglicher Gewinn gegenüber. Manche Plattformen notieren denselben Wert nur als „3".

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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.