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Break-even-Rechner: Verlust aufholen
Wie viel Prozent Gewinn braucht ein Verlust, um wieder bei null zu stehen? Verlust eingeben — die Antwort und die komplette Tabelle erscheinen sofort.
Beispiel: Eine Aktie fällt von 100 € auf 90 € → 10 % Verlust. Wie viel Prozent muss sie steigen, um wieder bei 100 € zu stehen?
Nötiger Gewinn zum Break-even
+11,11 %
um −10 % vollständig aufzuholen
| Verlust | Nötiger Gewinn |
|---|---|
| −5 % | +5,3 % |
| −10 % | +11,1 % |
| −20 % | +25,0 % |
| −30 % | +42,9 % |
| −40 % | +66,7 % |
| −50 % | +100,0 % |
| −70 % | +233,3 % |
| −90 % | +900 % |
Was berechnet dieser Rechner?
Die Gewinnschwelle nach einem Verlust — also den prozentualen Gewinn, den eine Position oder ein Depot braucht, um den Ausgangswert wieder zu erreichen. Die Formel ist kurz: Verlust geteilt durch (100 minus Verlust). Das Ergebnis ist immer größer als der Verlust selbst, und der Abstand wächst überproportional. Aus −10 % werden +11,1 %, aus −50 % werden +100 %, aus −90 % erschütternde +900 %.
Warum ist diese Zahl so wichtig?
Weil sie die teuerste Illusion im Trading zerstört: „Die kommt schon zurück." Eine Aktie, die 40 % gefallen ist, wirkt optisch billig — tatsächlich muss sie 67 % steigen, nur damit du bei null bist. Das gefühlte Verhältnis von Verlust und Erholung ist symmetrisch, das mathematische nicht. Wer diese Tabelle einmal verinnerlicht hat, versteht, warum jede dokumentierte Erfolgsstrategie mit strikter Verlustbegrenzung arbeitet: nicht aus Ängstlichkeit, sondern weil kleine Verluste billig aufholbar sind und große fast unbezahlbar.
Momentum-Trader wie Mark Minervini ziehen daraus eine harte Regel: Verluste werden bei wenigen Prozent geschnitten, ausnahmslos. Bei −7 % kostet der Wiederaufstieg 7,5 % — das schafft der nächste gute Trade. Bei −50 % kostet er eine Verdopplung, und die schafft kein einzelner Trade, sondern nur ein sehr gutes Jahr.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Zwei Trader starten mit je 10.000 €. Trader A begrenzt jeden Verlust auf 5 % seiner jeweiligen Position, Trader B lässt einen Verlierer auf −50 % laufen. Trader A steht nach seinem Fehltrade bei 9.500 € und braucht +5,3 % — ein einziger ordentlicher Trade. Trader B steht bei 5.000 € und braucht +100 %. Selbst mit einer guten Strategie, die 20 % pro Jahr liefert, ist er fast vier Jahre nur mit Aufholen beschäftigt — Zeit, in der Trader A längst Neues aufgebaut hat. Der Unterschied lag nicht in der Aktienauswahl, sondern allein in der Verlustdisziplin.
Wie du das Ergebnis interpretierst
Lies die Zahl als Preis des Aussitzens: Sie zeigt, was es kostet, einen Verlust nicht rechtzeitig begrenzt zu haben. Unter 10 % ist der Preis klein und die Erholung realistisch in Wochen möglich. Zwischen 20 und 40 % reden wir über Monate bis Jahre. Darüber beginnt der Bereich, in dem sich Depots strukturell verändern müssen, um überhaupt zurückzukommen. Für die Praxis heißt das: Die Entscheidung fällt vor dem Trade — mit einem sauberen Stop-Loss und einer Positionsgröße, die auch eine Verlustserie übersteht. Wie tief dein Depot insgesamt im Minus steckt, zeigt dir der Drawdown-Rechner.
Verluste klein halten beginnt beim Setup
FindAsset liefert zu jedem bestätigten Setup Entry, Stop-Loss und Positionsgröße — damit aus Fehltrades kleine Löcher werden statt Krater. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.
Häufige Fragen zum Aufholen von Verlusten
Wie viel Prozent Gewinn brauche ich, um 50 % Verlust aufzuholen?+
100 %. Nach einem halbierten Depot muss sich das verbliebene Kapital verdoppeln, nur um den Ausgangswert wieder zu erreichen. Aus 10.000 € werden bei −50 % zunächst 5.000 € — und die müssen den kompletten Weg auf 10.000 € zurück schaffen.
Warum ist der nötige Gewinn größer als der Verlust?+
Weil sich beide Prozentzahlen auf verschiedene Basen beziehen. Der Verlust wird vom Ausgangswert gerechnet, der Aufholgewinn vom geschrumpften Restkapital. Je kleiner der Rest, desto mehr muss er prozentual leisten — die Formel lautet: Verlust geteilt durch (100 minus Verlust).
Ab welchem Verlust wird es richtig gefährlich?+
Die Kurve kippt spürbar ab etwa 30 %: Dort braucht es schon +43 %, bei 50 % Verlust +100 %, bei 70 % ganze +233 %. Kleine Verluste unter 10 % sind dagegen fast symmetrisch aufholbar (+11 %). Genau deshalb begrenzen professionelle Trader jeden Einzelverlust so strikt — kleine Löcher lassen sich stopfen, große Krater kaum.
Gilt die Rechnung für einzelne Aktien und fürs ganze Depot?+
Für beides, die Mathematik ist identisch. Bei der Einzelaktie kommt aber eine Besonderheit dazu: Eine Aktie, die 70 % gefallen ist, ist fundamental oft beschädigt und braucht Jahre für +233 % — wenn sie sie je schafft. Ein diversifiziertes Depot erholt sich mit dem Markt, eine Einzelwette möglicherweise nie.
Was folgt daraus für meinen Stop-Loss?+
Verluste klein halten, bevor die Asymmetrie zuschlägt. Wer Positionen konsequent bei 5 bis 8 % Verlust begrenzt, hält jede einzelne Aufholstrecke unter 9 % — verkraftbar. Wer Verlierer auf −40 oder −50 % laufen lässt, „weil sie ja zurückkommen", wettet auf eine Verdopplung. Die Kombination aus Stop-Loss und Positionsgröße verhindert genau das.
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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.