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Stop-Loss-Rechner (ATR)

Wo gehört der Stop hin? Kurs, ATR(14) und Multiplikator eingeben — das volatilitätsbasierte Stop-Level und der Abstand in Prozent erscheinen sofort.

Stop-Loss-Level

48,20

Abstand zum Kurs

3,6 %

1,80 absolut (1,5 × ATR)

Was berechnet dieser Rechner?

Ein Stop-Loss-Level auf Basis der Average True Range — der durchschnittlichen Tagesschwankung einer Aktie. Die Formel: Stop = Kurs minus Multiplikator mal ATR. Statt eines willkürlichen Prozentwerts bekommt der Stop damit einen Abstand, der zur tatsächlichen Bewegung des Werts passt. Eine ruhige Aktie bekommt einen engen Stop, eine volatile einen weiten — beide mit derselben Logik: außerhalb des normalen Rauschens, aber nah genug, um Verluste klein zu halten.

Warum volatilitätsbasierte Stops?

Der häufigste Stop-Fehler ist nicht der fehlende Stop, sondern der zu enge. Wer bei einer Aktie mit 4 % Tagesschwankung einen 3-%-Stop setzt, wird vom ganz normalen Auf und Ab ausgestoppt — und sieht die Aktie danach ohne sich steigen. Die ATR löst das Problem an der Wurzel, weil sie die Schwankung misst, bevor der Stop gesetzt wird. Ein Stop bei 1,5 × ATR liegt außerhalb dessen, was die Aktie an einem gewöhnlichen Tag zurücklegt. Wird er trotzdem ausgelöst, war die Bewegung keine Laune, sondern ein echtes Signal gegen das Setup.

Erfolgreiche Momentum-Trader kombinieren dafür zwei Perspektiven: die technische Marke (unter der letzten Konsolidierung, wie es Mark Minervini lehrt, oder an der 10/20-Tage-Linie wie bei Oliver Kell) und den ATR-Abstand als Plausibilitätscheck. Liegen beide nah beieinander, ist der Stop gut gesetzt. Klaffen sie weit auseinander, ist das Setup oft schlicht zu unruhig für einen sauberen Einstieg.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Eine Aktie notiert bei 50,00 €, ihre ATR(14) beträgt 1,20 €. Mit dem Multiplikator 1,5 ergibt sich ein Stop-Abstand von 1,80 € — der Stop liegt bei 48,20 €, also 3,6 % unter dem Kurs. Zum Vergleich dieselbe Rechnung bei einem volatilen Titel: Kurs 451 €, ATR 32,60 €, Faktor 2 — Stop bei 385,80 €, Abstand 14,5 %. Beide Stops folgen derselben Regel, aber der zweite erzwingt eine deutlich kleinere Position: Bei 1 % Kontorisiko dürfte die Position im ersten Fall rund 28 % des Kontos ausmachen, im zweiten nur etwa 7 %.

Wie du das Ergebnis interpretierst

Der Abstand in Prozent ist die wichtigere der beiden Zahlen. Bis etwa 5 % liegt ein typischer Swing-Trading-Stop, wie ihn Large Caps in ruhigen Phasen erlauben. Zwischen 5 und 10 % handelt es sich um einen volatilen Wert oder einen bewusst weiten Trend-Stop — legitim, aber die Positionsgröße muss entsprechend schrumpfen. Über 10 % lohnt die Gegenfrage, ob der Einstiegszeitpunkt stimmt: Oft ist dieselbe Aktie nach einer Beruhigungsphase mit halbem Stop-Abstand handelbar. Das Stop-Level selbst ist immer ein Ausgangspunkt, keine heilige Zahl — liegt eine markante Unterstützung knapp darunter, gehört der Stop unter die Unterstützung.

Diese Rechnung macht FindAsset automatisch

Im Screener bekommen Mitglieder den ATR-basierten Stop zu jedem Setup direkt ausgerechnet — zusammen mit Entry, Kursziel und Positionsgröße. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.

Häufige Fragen zum ATR-Stop-Loss

Was ist die ATR (Average True Range)?+

Die ATR misst die durchschnittliche Tagesschwankung einer Aktie über die letzten Perioden — üblich sind 14 Handelstage, daher ATR(14). Eine Aktie mit Kurs 50 € und ATR 1,20 € bewegt sich an einem normalen Tag also gut einen Euro. Die ATR steht in jeder gängigen Chartsoftware als Standard-Indikator zur Verfügung.

Welcher ATR-Multiplikator ist für den Stop-Loss sinnvoll?+

Üblich sind 1,5 bis 3. Ein Faktor von 1,5 setzt den Stop außerhalb der normalen Tagesschwankung und passt zu kurzen Haltedauern im Swing-Trading. Faktor 2 bis 3 gibt dem Trade mehr Luft und passt zu längeren Trends — kostet aber mehr, wenn der Stop reißt, und erzwingt eine kleinere Position.

Wo finde ich den ATR-Wert einer Aktie?+

In jeder Chartsoftware unter den Standard-Indikatoren (ATR, Periode 14). FindAsset zeigt die ATR(14) außerdem kostenlos auf jeder Aktien-Seite an — zum Beispiel unter findasset.de/aktie/AAPL — zusammen mit Trend- und Momentum-Kennzahlen.

Ist ein ATR-Stop besser als ein fester Prozent-Stop?+

Er passt sich an, das ist der entscheidende Unterschied. Ein fester 5-%-Stop ist bei einer trägen Aktie unnötig weit und bei einer volatilen Aktie so eng, dass ihn das normale Tagesrauschen auslöst. Der ATR-Stop skaliert mit der tatsächlichen Schwankung des Werts — gleiche Logik, faire Distanz für jede Aktie.

Sollte ich den ATR-Stop nachziehen (Trailing Stop)?+

Viele Trader tun genau das: Der Stop wird bei steigenden Kursen regelmäßig neu vom aktuellen Kurs aus gerechnet und nur nach oben verschoben, nie nach unten. So sichert er Gewinne, ohne den Trend abzuwürgen. Wichtig ist eine feste Routine — etwa täglich nach Börsenschluss — statt hektischem Intraday-Nachziehen.

Garantiert der Stop-Loss den berechneten Verkaufskurs?+

Nein. Ein Stop-Loss wird beim Erreichen des Levels zur Market-Order und kann bei Kurslücken — etwa nach Quartalszahlen über Nacht — deutlich schlechter ausgeführt werden. Deshalb gehört zum Stop immer eine Positionsgröße, die auch einen Gap-Verlust verkraftbar hält.

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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Stop-Loss-Orders garantieren keinen Ausführungskurs. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.