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Drawdown-Rechner

Wie tief steckst du im Minus — und wie viel Rendite braucht der Weg zurück? Depothöchststand und aktuellen Stand eingeben, beide Zahlen erscheinen sofort.

Drawdown

20,0 %

10.000,00 € unter dem Hoch

Nötige Erholung zum Hoch

+25,0 %

bezogen auf den aktuellen Stand

Was berechnet dieser Rechner?

Zwei Zahlen, die zusammengehören: den Drawdown — den prozentualen Abstand deines Depots vom letzten Höchststand — und die Rendite, die nötig ist, um dieses Hoch wieder zu erreichen. Die zweite Zahl ist immer größer als die erste, und genau dieser Unterschied wird chronisch unterschätzt. Ein Drawdown von 20 % braucht keine 20 % Erholung, sondern 25 %. Bei 50 % Verlust sind es 100 %.

Warum ist die Erholungs-Mathematik so unbarmherzig?

Weil Prozente nicht symmetrisch sind. Der Verlust wird vom großen Kapital gerechnet, die Erholung vom kleinen. Die Progression zeigt, wie schnell das kippt: −10 % verlangen +11,1 %, −20 % schon +25 %, −30 % ganze +42,9 %, −50 % verdoppelung, −70 % mehr als das Dreifache. Solange der Drawdown klein bleibt, ist die Lücke harmlos. Ab etwa 30 % wird sie zum eigentlichen Problem — nicht der Verlust selbst, sondern die Zeit und die Treffer, die die Aufholjagd kostet.

Deshalb ist Verlustbegrenzung keine Vorsichtsmaßnahme, sondern Rendite-Mathematik. Die dokumentierten Momentum-Trader — von Minervini bis Kell — begrenzen jeden einzelnen Trade auf wenige Prozent Kontorisiko, gerade weil ihre Trefferquoten unter 50 % liegen. Viele kleine Rückschläge bleiben ein flacher Drawdown; ein einziger ungebremster Absturz frisst Jahre.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Depot erreicht 50.000 € und fällt in einer Korrektur auf 40.000 €. Der Drawdown: (50.000 − 40.000) / 50.000 = 20 %. Für den Weg zurück müssen die verbliebenen 40.000 € um 10.000 € wachsen — das sind +25 %, nicht +20 %. Bei einer realistischen Jahresrendite von 10 % kostet dieser eine Rücksetzer also gut zwei Jahre reine Aufholzeit. Dieselbe Rechnung mit −50 % (100.000 € → 50.000 €): Die nötigen +100 % entsprechen bei 10 % p.a. mehr als sieben Jahren.

Wie du das Ergebnis interpretierst

Nutze die Erholungszahl als Realitätscheck für deine Strategie: Ist die nötige Rendite mit deinem normalen Vorgehen in vertretbarer Zeit erreichbar — oder nur mit erhöhtem Risiko? Der klassische Fehler nach großen Drawdowns ist die Verdopplung des Einsatzes, um schneller zurückzukommen; misslingt das, wird aus −30 % schnell −50 %. Der nüchterne Weg ist der umgekehrte: kleinere Positionen, bis die Kurve wieder steigt. Und für den nächsten Zyklus gilt — den Drawdown begrenzt man vor dem Trade, mit Positionsgröße und Stop-Loss, nicht danach.

Drawdowns begrenzt man vor dem Trade

FindAsset liefert zu jedem Setup Entry, Stop-Loss und Positionsgröße — die Werkzeuge, die flache Drawdown-Kurven machen. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.

Häufige Fragen zum Drawdown

Was ist ein Drawdown?+

Der prozentuale Rückgang eines Depots oder einer Position vom letzten Höchststand. Fällt ein Depot von 50.000 € auf 40.000 €, beträgt der Drawdown 20 %. Der maximale Drawdown — der tiefste Punkt einer Verlustphase — ist neben der Rendite die wichtigste Kennzahl zur Beurteilung einer Strategie.

Warum brauche ich mehr Gewinn, als ich verloren habe?+

Weil sich die Erholung auf das geschrumpfte Kapital bezieht. Nach −20 % arbeiten nur noch 80 % des Kapitals, und die müssen den ganzen Weg zurück schaffen: nötig sind +25 %. Die Asymmetrie wächst dramatisch — nach −50 % braucht es +100 %, nach −80 % schon +400 %.

Welcher Drawdown ist normal?+

Breite Aktienindizes fallen in gewöhnlichen Korrekturen 10 bis 20 %, in Bärenmärkten auch 30 bis 55 %. Ein konzentriertes Trading-Depot schwankt eher stärker. Entscheidend ist weniger die Zahl als die Frage, ob der Drawdown geplant war: Wer 1 % pro Trade riskiert, kennt sein Verlustprofil — wer ohne Stops handelt, entdeckt es erst im Ernstfall.

Wie begrenze ich den Drawdown meines Depots?+

Über die Positionsebene: fester Risikoprozentsatz pro Trade (0,5–1 %), konsequente Stop-Loss-Umsetzung und weniger Aktivität in schwachen Marktphasen, in denen die Setups reihenweise scheitern. Erfahrene Momentum-Trader reduzieren ihre Positionsgrößen nach Verlustserien zusätzlich — so bremst der Drawdown sich selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Drawdown und Verlust?+

Ein Verlust ist realisiert, ein Drawdown zunächst nur ein Buchwert-Rückgang vom Hoch — er umfasst auch offene Positionen und bereits wieder aufgeholte Strecken. Ein Depot kann im Plus liegen und trotzdem in einem Drawdown stecken: +40 % seit Start, aber 10 % unter dem Zwischenhoch.

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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Der Handel mit Wertpapieren ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden.