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Abgeltungssteuer-Rechner

Was bleibt vom Gewinn übrig? Realisierten Gewinn, verbleibenden Sparerpauschbetrag und Kirchensteuer-Status eingeben — Steuer und Netto-Gewinn erscheinen sofort. Stand: Steuerjahr 2026.

Kirchensteuer

Steuer gesamt

1.055,00 €

26,38 % des steuerpflichtigen Gewinns

Netto-Gewinn

3.945,00 €

Steuerpflichtig nach Pauschbetrag: 4.000,00 €

Abgeltungssteuer (25 %): 1.000,00 €

Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer): 55,00 €

Was berechnet dieser Rechner?

Die Steuerlast auf realisierte Kapitalerträge nach deutschem Recht, Stand 2026. Zuerst wird der verbleibende Sparerpauschbetrag abgezogen — nur der Rest ist steuerpflichtig. Darauf fallen 25 % Abgeltungssteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer an, zusammen 26,375 %. Bei Kirchensteuerpflicht kommt deren Anteil hinzu; gleichzeitig ermäßigt sich die Abgeltungssteuer geringfügig, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe abziehbar ist. Der Rechner nutzt die offizielle Ermäßigungsformel und weist alle Bestandteile einzeln aus.

Warum solltest du die Steuer mitrechnen?

Weil sie den Unterschied zwischen Brutto- und echter Rendite ausmacht. Ein Trade mit +10 % bringt nach Steuern gut +7,4 % — wer seine Jahresperformance oder ein Kursziel plant, rechnet sonst systematisch zu optimistisch. Für aktive Trader wiegt das doppelt: Jede Realisierung löst die Steuer sofort aus, während der Buy-and-Hold-Anleger sie über Jahrzehnte stundet und der Zinseszins auf dem unversteuerten Betrag weiterarbeitet. Das ist kein Argument gegen aktives Handeln, aber eines für realistische Erwartungen — die Strategie muss den Steuernachteil erst einmal verdienen.

Der Sparerpauschbetrag ist dabei geschenktes Geld: Die ersten 1.000 € Gewinn pro Jahr bleiben steuerfrei, bei Paaren 2.000 €. Wer ihn nicht per Freistellungsauftrag bei seinem Broker hinterlegt, zahlt unterjährig zu viel und muss sich die Differenz über die Steuererklärung zurückholen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Du realisierst 5.000 € Gewinn, dein Sparerpauschbetrag von 1.000 € ist noch unangetastet, Kirchensteuer fällt nicht an. Steuerpflichtig sind 4.000 €. Darauf entfallen 1.000 € Abgeltungssteuer (25 %) und 55 € Solidaritätszuschlag — 1.055 € gesamt. Vom Gewinn bleiben 3.945 € übrig. Mit 9 % Kirchensteuer und ohne verbleibenden Pauschbetrag sähe dieselbe Rechnung bei 10.000 € Gewinn so aus: 2.444,99 € ermäßigte Abgeltungssteuer, 134,47 € Soli, 220,05 € Kirchensteuer — zusammen 2.799,51 €, also knapp 28 % Gesamtbelastung.

Wie du das Ergebnis interpretierst

Der Netto-Gewinn ist die Zahl, mit der du planen solltest — für die eigene Renditerechnung genauso wie für Entnahmen. Beachte, was der Rechner bewusst nicht abbildet: die Verlustverrechnung über Töpfe hinweg, die Günstigerprüfung bei niedrigem Einkommen und ausländische Quellensteuern. Er rechnet den Standardfall, den ein deutscher Broker automatisch abführt. Für die eigentliche Trading-Entscheidung gilt trotzdem: Steuern folgen dem Gewinn, nicht umgekehrt — einen schlechten Trade zu halten, nur um die Steuer zu vermeiden, kostet erfahrungsgemäß mehr als die 26,375 %.

Erst der Gewinn, dann die Steuer

Bevor gerechnet wird, muss gehandelt werden: Der FindAsset-Screener scannt über 900 US-Aktien viermal täglich gegen 5 Champion-Strategien. Heute stehen 60 bestätigte Setups im Scan.

Häufige Fragen zur Abgeltungssteuer

Wie hoch ist die Abgeltungssteuer auf Aktiengewinne?+

25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer — zusammen 26,375 %. Mit Kirchensteuer steigt die Gesamtbelastung auf rund 27,82 % (8 %, Bayern und Baden-Württemberg) bzw. 27,99 % (9 %, übrige Bundesländer); die Abgeltungssteuer selbst ermäßigt sich dabei leicht, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe wirkt.

Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag 2026?+

1.000 € pro Person und Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 €. Bis zu dieser Grenze bleiben Kapitalerträge — Kursgewinne, Dividenden, Zinsen zusammengerechnet — steuerfrei. Damit die Bank ihn direkt berücksichtigt, muss ein Freistellungsauftrag vorliegen; sonst holt man sich die Steuer über die Steuererklärung zurück.

Wann wird die Abgeltungssteuer fällig?+

Beim Verkauf mit Gewinn beziehungsweise beim Zufluss von Dividenden und Zinsen. Deutsche Broker behalten die Steuer automatisch ein und führen sie ab. Buchgewinne auf offene, nicht verkaufte Positionen bleiben unversteuert — besteuert wird erst die Realisierung.

Kann ich Verluste aus Aktien mit Gewinnen verrechnen?+

Ja. Realisierte Aktienverluste landen im Verlustverrechnungstopf und mindern Aktiengewinne desselben Jahres oder späterer Jahre. Wichtig: Aktienverluste dürfen nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden, nicht mit Dividenden oder Zinsen. Dieser Rechner erwartet deshalb den bereits saldierten Gewinn.

Lohnt sich die Günstigerprüfung?+

Wer mit seinem gesamten zu versteuernden Einkommen unter einem Grenzsteuersatz von 25 % liegt — etwa Studierende oder Rentner mit niedrigen Einkünften — kann Kapitalerträge in der Steuererklärung stattdessen mit dem persönlichen Satz versteuern lassen. Das Finanzamt wendet automatisch die günstigere Variante an; ein Antrag im Rahmen der Anlage KAP genügt.

Gilt die Abgeltungssteuer auch für US-Aktien?+

Ja, für in Deutschland Steuerpflichtige gilt sie unabhängig davon, wo die Aktie notiert. Bei US-Dividenden behalten die USA zusätzlich 15 % Quellensteuer ein — die wird aber auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet, sodass es in Summe bei rund 26,4 % bleibt. Kursgewinne aus US-Aktien versteuert nur Deutschland.

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Dieses Tool dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Steuerberatung und keine Anlageberatung dar. Die Berechnung ist vereinfacht (Stand: Steuerjahr 2026) und berücksichtigt insbesondere keine Verlustverrechnungstöpfe, keine Günstigerprüfung, keine ausländischen Quellensteuern und keine individuellen Besonderheiten. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.